DSE-News

Folgende Top-Themen haben wir für Sie...

Zur News-Übersicht]

Zu wenig Transitarbeitsplätze am zweiten Arbeitsmarkt

Zu wenig Transitarbeitsplätze am zweiten Arbeitsmarkt


Bedarf an Maßnahmen für Arbeitslose am Rande der Gesellschaft und Forderung nach Ende der Individualisierung des Problems Arbeitslosigkeit

Der DSE-Wien fordert als Ergebnis der „Arbeitsmarktpolitischen Sommergespräche des DSE-Wien“ dringend auf zur Hilfe für die Randgruppen unserer Gesellschaft. In Gesprächen mit den SozialsprecherInnen der vier Parteien SPÖ, ÖVP, Grüne, BZÖ und ExpertInnen wurden die Probleme diskutiert. „Langzeitbeschäftigungslose,“ so Josefine Brandstötter, Geschäftsführerin DSE-Wien „die zu den Randgruppen unserer Gesellschaft gehören wie z.B. Haftentlassene, ehemalige Suchtkranke oder psychisch Kranke, MigrantInnen und AsylwerberInnen, müssen einen offeneren Zugang zu arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen erhalten.

Es gibt zu wenig Transitarbeitsplätze am zweiten Arbeitsmarkt!“ Für den DSE-Wien muss die Aktive Arbeitsmarktpolitik bestehen bleiben und es benötigt zusätzlich wieder ein Budget für Experimentelle Arbeitsmarktpolitik. Die politischen VertreterInnen stimmten zu, dass es keine Individualisierung des Problems Arbeitslosigkeit geben darf. Zahlreiche VertreterInnen von sozialökonomischen Betrieben und Beratungsstellen kritisierten die Tatsache, dass sie zu wenig Transitarbeitsplätze anbieten können.

Ziel dabei ist die Rückführung auf den regulären Arbeitsmarkt. Langzeitbeschäftigungslose (LZBL) können nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit, wobei Schulungen oder kurzzeitige Arbeitsaufnahmen den Status nicht unterbrechen, als Transitarbeitskräfte für maximal ein Jahr am zweiten Arbeitsmarkt, in den so genannten sozialökonomischen Betrieben, gemeinnützigen Beschäftigungsprojekten oder gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassungen im Rahmen eines versicherungspflichtigen Dienstverhältnisses beschäftigt werden.

Im Vergleich dazu unterbricht bei Langzeitarbeitslosen unter einem Jahr eine Schulungsmaßnahme von mindestens 29 Tagen, ein Krankenstand oder eine kurzzeitige Beschäftigung die Arbeitslosigkeit, d.h. die Vormerkdauer der Jobsuchenden beginnt wieder von vorne. Wien hat mit Stand Oktober 2006 72.184 Arbeitslose und 20.445 Personen in Schulungen, das sind 15 % mehr in Schulung als vor einem Jahr.


» Erstellt am 17.12.2006 «